{"id":147,"date":"2016-06-18T09:35:22","date_gmt":"2016-06-18T07:35:22","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=147"},"modified":"2016-06-19T23:42:46","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:46","slug":"plausibilitaet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=147","title":{"rendered":"Plausibilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><b>Begriffsdefinition<\/b><br \/>\nObwohl die Verformungen an den beteiligten Fahrzeugen passen, kann ein Schadenereignis durchaus fingiert sein. Wie schon bei den Erl\u00e4uterungen zur fiktiven Abrechnung ausgef\u00fchrt, ist es durchaus m\u00f6glich, auch Gewinn zu erzielen, wenn ein unbesch\u00e4digtes Fahrzeug verwendet wird. Bei der absichtlichen Besch\u00e4digung relativ neuer Fahrzeuge achten die Betr\u00fcger darauf, nur oberfl\u00e4chliche Besch\u00e4digungen zu produzieren. Es werden dann zwar neue Teile in der Kalkulation ber\u00fccksichtigt, tats\u00e4chlich erfolgt die Reparatur jedoch durch ausbeulen. Jeder Unfall ist \u2013 per Definition \u2013 das Ergebnis eines unfreiwilligen Ereignisses. Der Anspruchsteller muss deshalb beweisen, dass die ihm entstandenen Sch\u00e4den unfreiwillig eingetreten sind. Wie die Erfahrung zeigt, ist es jedoch nicht so einfach, ein Unfallereignis mit absichtlichen Fahrman\u00f6vern zu simulieren. Die in technischen Gutachten h\u00e4ufig beobachteten zwei Fehler sind:<\/p>\n<p><b>1. Fehlen von Abwehrreaktionen<\/b><br \/>\nObwohl sich aus der Unfallentwicklung nachweisen l\u00e4sst, dass gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr Abwehrreaktionen vorhanden war, lassen sich keine Anzeichen f\u00fcr Bremsen oder Ausweichen innerhalb der Unfallentwicklung finden. Der einleuchtendste Indikator ist sicher das Fehlen von Bremsspuren an der Unfallstelle (gilt nur f\u00fcr Kraftfahr\u00adzeuge ohne ABS). Um auch bei fehlenden Spuren auf der Fahrbahn ein Bremsman\u00f6ver festzustellen, k\u00f6nnen die Ansto\u00dfh\u00f6hen an beiden Fahrzeugen verglichen werden. Bei einem bremsbedingten Eintauchen kommt es zu einer deutlichen Ab\u00adweichung zu den statisch vorliegenden H\u00f6hen, die bei ungef\u00e4hr 8 cm liegen. Ein Beispiel f\u00fcr ein bremsbedingtes Eintauchen zeigt Abb. 7.<\/p>\n<div id=\"attachment_132\" style=\"width: 619px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-132\" class=\"wp-image-132 size-full\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eintauchen.jpg\" alt=\"Abb 7: Bremsbedingtes Eintauchen\" width=\"609\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eintauchen.jpg 609w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Eintauchen-300x94.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 609px) 100vw, 609px\" \/><p id=\"caption-attachment-132\" class=\"wp-caption-text\">Abb 7: Bremsbedingtes Eintauchen<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>2. Ungew\u00f6hnliche Unfallentwicklungen<\/b><br \/>\nBei der Auswertung normaler Verkehrsunf\u00e4lle stellt man fest, dass in den meisten Situationen beide Fahrzeuge bis zum Ansto\u00df in Bewegung sind. Wird das Unfallereignis verabredet, dann kann dies nur bei gleichgerichtetem Verkehr, wie z. B. Auffahrkollision, Streifkollisionen und Ansto\u00dfvorg\u00e4ngen gegen Leitplanken erreicht werden. Je mehr die Ansto\u00dfrichtungen der Fahrzeuge sich der Senkrechten n\u00e4hern, desto schwieriger wird es, die Fahrman\u00f6ver zu koordinieren.<br \/>\nEs ist so gut wie unm\u00f6glich, eine Seitenkollision mit einem aus der untergeordneten Stra\u00dfe herauskommenden Fahrzeug realistisch nachzustellen. Ein wesentliches Merkmal von fingierten Unf\u00e4llen nach diesem modus operandi ist, dass das bevorrechtigte Fahrzeug zum Kollisionszeitpunkt steht. Dies kann sehr leicht aus den Fahrzeugbewegungen nach der Kollision und den Deformationsmustern an den Fahrzeugen nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><b>Nachweis der absichtlichen Herbeif\u00fchrung<\/b><br \/>\nWird ein parkendes Fahrzeug absichtlich angefahren, dann ergibt sich oft aus den Fahrzeugbesch\u00e4digungen ein au\u00dferordentlich gro\u00dfer Winkel. Mit Hilfe einer Kompatibilit\u00e4tsanalyse l\u00e4sst sich die Winkelgr\u00f6\u00dfe ermitteln und durch eine Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung der Vorsatz nachweisen. Bei provozierten Unf\u00e4llen verfolgt der T\u00e4ter h\u00e4ufig sein Opfer in eine ungew\u00f6hnlichen Ansto\u00dfposition.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begriffsdefinition Obwohl die Verformungen an den beteiligten Fahrzeugen passen, kann ein Schadenereignis durchaus fingiert sein. 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