{"id":223,"date":"2016-06-18T10:35:25","date_gmt":"2016-06-18T08:35:25","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=223"},"modified":"2016-06-19T23:42:46","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:46","slug":"bremstabelle-a","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=223","title":{"rendered":"Bremstabelle A"},"content":{"rendered":"<p>Der einfachste Fall einer Geschwindigkeitsr\u00fcckrechnung liegt vor, wenn eine klar umrissene gut erkennbare Blockierspur vorhanden ist und das Fahrzeug am Ende dieser Spur steht. Unter diesen Voraussetzungen kann aus der Spurl\u00e4nge eine recht genaue Berechnung derjenigen Geschwindigkeit erfolgen, die bei Beginn des Bremsvorganges vorgelegen hat. Die wichtigste Einflussgr\u00f6\u00dfe hierf\u00fcr ist die L\u00e4nge der Blockierspur, allerdings wirkt sich eine Verdoppelung der Spurl\u00e4nge s nicht so aus, dass sich die Geschwindigkeit ebenfalls verdoppelt. Aus der Grundformel:<\/p>\n<p>v<sup>2<\/sup>= 2 * a * s<\/p>\n<p>l\u00e4sst sich ableiten, dass eine Verdoppelung der Spurl\u00e4nge s zu einem Geschwindigkeitszuwachs von ca. 41 % f\u00fchrt. Wie sich aus der oben genannten Grundformel ergibt, ist der zweite wesentliche Einflussparameter zur Bestimmung der Geschwindigkeit nach der Kollision die \u00fcber der Bremsstrecke wirkende Verz\u00f6gerung a. Sie h\u00e4ngt bei einem blockierverz\u00f6gerten Fahrzeug in guter N\u00e4herung nur noch von dem Reibwert zwischen Reifen und Fahrbahn ab. Die technischen Details des Fahrzeugs, wie die Konstruktion der Fahrzeugbremsen oder das Fahrzeuggewicht, spielen demgegen\u00fcber praktisch keine Rolle. Auf einer trockenen und griffigen Fahrbahnoberfl\u00e4che stellt eine Verz\u00f6gerung von 7,5 m\/s\u00b2 einen Standardwert dar, der gegebenenfalls durch Bremsversuche am Unfallort pr\u00e4zisiert werden kann. Die leicht umgeformte Grundformel zur Berechnung der Geschwindigkeit aus den Bremsspuren lautet:<\/p>\n<p>v = Wurzel (2 * a * s)<\/p>\n<p>Bei Anwendung derartiger Berechnungsformeln ist grunds\u00e4tzlich darauf zu achten, dass die Werte in den physikalischen Grundeinheiten Meter und Sekunde eingesetzt werden. Damit ist es erforderlich, die in der Praxis \u00fcbliche Angabe einer Geschwindigkeit in Kilometer pro Stunde in Meter pro Sekunde umzurechnen. Da ein Kilometer 1.000 Meter und eine Stunde 3.600 Sekunden entspricht, ergibt sich als Umrechnungsfaktor von m\/s auf km\/h der Wert 3,6 (3600 : 1000).<\/p>\n<p>Beispiel: Eine Geschwindigkeit von 10 m\/s entspricht exakt 36 km\/h und eine Geschwindigkeit von 13,89 m\/s genau 50 km\/h.<\/p>\n<p>Die Berechnung von Geschwindigkeiten nach dieser Formel kann leicht auf einem Taschenrechner erfolgen, sofern er \u00fcber eine Wurzeltaste verf\u00fcgt. Anhaltswerte f\u00fcr trockene und nasse Fahrbahnen lassen sich auch aus der Bremstabelle entnehmen.<\/p>\n<p>Der Anhalteweg setzt sich zusammen aus dem Reaktionsweg, der in einer Sekunde durchfahren wird und dem Bremsweg bis zum Stillstand des Fahrzeuges. Die Wahl der Vollverz\u00f6gerung gibt in Gutachten immer wieder Anlass zu Diskussionen. Im Folgenden werden einige Standartwerte genannt, die bei verschiedenen Fahrbahnverh\u00e4ltnissen herangezogen werden k\u00f6nnen (siehe auch Bremstabelle).<\/p>\n<ul>\n<li>Trockene Fahrbahn:\n<ul>\n<li>Pkw 7 bis 8 m\/s\u00b2<\/li>\n<li>Krad 5 bis 9 m\/s\u00b2 (im Wesentlichen abh\u00e4ngig von der Fahrerfahrung)<\/li>\n<li>Lkw bis 5 bis 7 m\/s\u00b2 (im Wesentlichen abh\u00e4ngig von der Bremsleistung und der Beladung, vorgeschriebene Mindestverz\u00f6gerung 4 m\/s\u00b2)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Nasse Fahrbahn:\n<ul>\n<li>Pkw 6 bis 7m\/s\u00b2<\/li>\n<li>Krad 4 bis 7m\/s\u00b2 (im Wesentlichen abh\u00e4ngig von der Fahrerfahrung)<\/li>\n<li>Lkw 4 bis 6m\/s\u00b2<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Schnee- und Eisgl\u00e4tte:\n<ul>\n<li>Bremsvorg\u00e4nge auf Schnee 1,5 bis 3,5 m\/s\u00b2 (stark abh\u00e4ngig von Schneebeschaffenheit und Bereifung) Eisgl\u00e4tte ca. 1 m\/s\u00b2<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der einfachste Fall einer Geschwindigkeitsr\u00fcckrechnung liegt vor, wenn eine klar umrissene gut erkennbare Blockierspur vorhanden ist und das Fahrzeug am Ende dieser Spur steht. 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