{"id":233,"date":"2016-06-18T10:41:38","date_gmt":"2016-06-18T08:41:38","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=233"},"modified":"2016-06-19T23:42:46","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:46","slug":"definitionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=233","title":{"rendered":"Definitionen"},"content":{"rendered":"<h2>Definitionen zu Fahrman\u00f6ver<\/h2>\n<ul>\n<li><b>Anpassbeschleunigung<\/b> Kontrolliertes Beschleunigen, um z. B. bei Kolonnenfahrt aufzuschlie\u00dfen.<\/li>\n<li><b>Anpassverz\u00f6gerung<\/b> Kontrolliertes Verz\u00f6gern, um z. B. bei Kolonnenfahrt den Sicherheitsabstand einzuhalten.<\/li>\n<li><b>Anpassvorgang<\/b> Das Angleichen der eigenen Bewegungsgeschwindigkeit an die eines anderen Fahrzeugs durch kontrollierte Beschleunigung oder Verz\u00f6gerung.<\/li>\n<li><b>Ausscheren<\/b> Querversetzen eines Fahrzeugs durch ein gegensinniges Lenkman\u00f6ver, z. B. beim \u00dcberhol\u00advorgang oder beim Spurwechsel.<\/li>\n<li><b>Beschleunigung, maximale<\/b> die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Geschwindigkeitsvergr\u00f6\u00dferung pro Zeiteinheit<\/li>\n<li><b>Beschleunigung, mittlere<\/b> Mittelwert der Beschleunigung. Nur bei einer gleichf\u00f6rmigen Beschleunigung entspricht der Mittelwert auch der tats\u00e4chlichen Beschleunigung. Bei einer ver\u00e4nderlichen k\u00f6nnen sich unterschiedliche weg- und zeitbezogene Beschleunigungen ergeben.<\/li>\n<li><b>Betriebsbremsung<\/b> Verz\u00f6gerungswirkung bis in die Gr\u00f6\u00dfenordnung von 3 m\/s\u00b2. H\u00f6here Verz\u00f6gerungen werden von den Insassen bereits als unangenehm empfunden.<\/li>\n<li><b>Bogenfahrt<\/b> Bei Bogenfahrt ist der von den Hinterr\u00e4dern beschriebene Bogenradius kleiner als der von den gelenkten Vorderr\u00e4dern.<\/li>\n<li><b>Breitenbedarf<\/b> Platzbedarf eines Fahrzeuges, bei Bogenfahrt ist der Platzbedarf eines Lkw-Zuges oder eines Motorrades deutlich h\u00f6her als bei Geradeausfahrt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Kurswinkel<\/b> Winkel zwischen Tangenten an die Schwerpunktbahn und Koordinate (z.B. Fahrbahnrand) s. Fahrverhalten<\/li>\n<li><b>Ideallinie<\/b> Bei sportlichem oder regelm\u00e4\u00dfigem Befahren einer Kurve mit h\u00f6chstm\u00f6glicher Geschwindigkeit ungeachtet gesetzlicher Vorschriften eingehaltene Fahrlinie. Wird eine normale Kurve mit je einem Richtungsfahrstreifen nach der Ideallinie durchfahren, dann befindet sich ein Fahrzeug am Kurveneingang m\u00f6glichst weit au\u00dfen und am Kurvenscheitel m\u00f6glichst weit innen. Beim Herausfahren aus der Kurve f\u00e4hrt es wieder m\u00f6glichst weit au\u00dfen. Dieses Fahrverhalten wird umgangssprachlich als \u201eKurvenschneiden\u201c bezeichnet.<\/li>\n<li><b>Fahrzeugreaktion<\/b> \u00c4nderung der Fahrzeugbewegung aufgrund entweder einer inneren oder einer \u00e4u\u00dferen Einwirkung. Unter der inneren Einwirkung versteht man z. B. Lenken, Beschleunigen, Bremsen. Unter einer \u00e4u\u00dferen Einwirkung versteht man z. B. Windkr\u00e4fte (siehe auch Fahrstabilit\u00e4t) oder Fahrbahnunebenheiten.<\/li>\n<li><b>Endgeschwindigkeit<\/b> Geschwindigkeit bei Beendigung eines Vorganges wie z. B. Beschleunigung, Bremsen oder Schleudern.<\/li>\n<li><b>Einscheren<\/b> Querversatz eines Fahrzeugs durch ein gegensinniges Lenkman\u00f6ver, z. B. beim \u00dcberholvorgang oder beim Spurwechsel.<\/li>\n<li><b>Einholvorgang<\/b> Erreichen eines anderen, in gleicher Richtung fahrenden Verkehrsteilnehmers.<\/li>\n<li><b>Dynamische Achslastverteilung<\/b> Infolge der Schwerpunkth\u00f6he \u00e4ndern sich die im Stillstand auf die Fahrzeugachsen entfallenden Gewichte bei Geschwindigkeits\u00e4nderungen, und zwar wird bei Beschleunigung die Vorderachse entlastet und die Hinterachse belastet, bei Verz\u00f6gerung die Vorderachse belastet und die Hinterachse entlastet.<\/li>\n<li><b>Kurvenfahrverhalten<\/b> Man unterscheidet \u00fcber-, untersteuerndes oder neutrales Kurvenfahrverhalten. Bei geringer Querbeschleunigung h\u00e4lt sich ein Fahrzeug in der Regel neutral. Dabei entspricht der durchfahrene Kurvenradius dem Lenkeinschlag (vgl. Ackermannbedin\u00adgung). Bei \u00dcbersteuerung f\u00e4hrt das Fahrzeug einen kleineren Kurvenradius, als den der dem Lenkeinschlag entspricht und beim Untersteuern f\u00e4hrt es einen gr\u00f6\u00dferen Radius.<\/li>\n<li><b>Lastwechsel<\/b> \u00dcbergang vom angetriebenen (Motor als Arbeitsmaschine \u2013 Gas geben) zum gescho\u00adbenen Fahrzustand (Motor als Bremse) und umgekehrt.<\/li>\n<li><b>Querbeschleunigung<\/b> Quer zur Fahrtrichtung einwirkende Beschleunigung, z. B. tritt bei einer Kurvenfahrtquerbeschleunigung auf. Die H\u00f6he dieser Querbeschleunigung ist ein Ma\u00df daf\u00fcr, wie z\u00fcgig ein Kurve durchfahren wird. Die Kurvengrenzgeschwindigkeit ergibt sich, wenn die maximal \u00fcbertragbare Querbeschleunigung, die bei einem normalen Pkw in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 7 m\/s\u00b2 erreicht ist, und der Kurvenradius ber\u00fccksichtigt wird. Bei normaler Kurvenfahrt werden Querbeschleunigungen in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 2 bis 4 m\/s\u00b2 realisiert, beladende Lastz\u00fcge k\u00f6nnen bereits bei Querbeschleunigungen von etwa 3 m\/s\u00b2 instabil werden.<\/li>\n<li><b>Querdynamik<\/b> Quer zur Fahrzeugl\u00e4ngsrichtung auftretende Fahrzeugreaktionen infolge innerer oder \u00e4u\u00dferer Krafteinfl\u00fcsse.<\/li>\n<li><b>Querkraft<\/b> In Fahrzeugl\u00e4ngsrichtung wirkende Kr\u00e4fte. Bei jeder Kurvenfahrt treten Kr\u00e4fte am Fahrzeug auf.<\/li>\n<li><b>Querversetzen<\/b> Ungewollte, allm\u00e4hliche seitliche Verschiebung eines Fahrzeugs \u2013 trotz geradeaus gestellter Lenkung \u2013 durch Reaktion des Fahrwerks auf \u00e4u\u00dfere St\u00f6reinfl\u00fcsse, wie z. B. Seitenwind, Querneigung oder unterschiedliche Reibwerte. Beim Querversetzten eines Fahrzeugs rollen die R\u00e4der nicht mehr in Richtung der Radebene ab, sondern schr\u00e4g dazu.<\/li>\n<li><b>Radaufstandskraft<\/b> Kraft, die von einem einzelnen Rad auf die Fahrbahn \u00fcbertragen wird.<\/li>\n<li><b>Radlastverteilung<\/b> Die Radlastverteilung kann in L\u00e4ngs- und Querrichtung analog zur Achslastverteilung angegeben werden.<\/li>\n<li><b>Radwiderstand<\/b> Kraft, die beim Abrollen des Rades entsteht und der Fahrtrichtung entgegenwirkt.<\/li>\n<li><b>Schwimmwinkel<\/b> Winkel zwischen der Tangente an die Schwerpunktstrecke und der Fahrzeugl\u00e4ngs\u00adachse. Entsteht bei Einwirkung seitlicher St\u00f6rkraft in Geradeausfahrt und durch Zentrifugalkraft bei Kurvenfahrt.<\/li>\n<li><b>Seitenabstand<\/b> Distanz zwischen den einander zugekehrten Fahrzeugseiten, bzw. der Fahrzeugbegrenzungskante, -linie oder -fl\u00e4che. Bei Einspurfahrzeugen wird der Seitenabstand h\u00e4ufig auf die Fahrlinie anstatt auf das Lenkerende oder die Ellenbogenbogenbegrenzung bezogen, was Unterschiede bis zu 0,5 m ergibt.<\/li>\n<li><b>Spurwechsel<\/b> Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man hierunter den Wechsel eines Fahrstreifens durch Ein- oder Ausscheren. Der korrekte Begriff hierzu hei\u00dft Fahrstreifenwechsel.<\/li>\n<li><b>Stabiler Fahrzustand<\/b> Fahrzustand, in welchem der Fahrzeuglenker das Fahrzeug voll beherrscht.<\/li>\n<li><b>Steigungswiderstand<\/b> Kraft, die beim Befahren einer Steigungsstrecke zus\u00e4tzlich der Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs entgegenwirkt.<\/li>\n<li><b>Strecke<\/b> Distanz zwischen zwei Wegpunkten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Tiefenabstand<\/b> Zwischenraum zwischen dem Hinterende des vorfahrenden und der Front des nach\u00adfolgenden Fahrzeuges; er soll bei gleicher Fahrbahn- und Fahrzeugbeschaffenheit zumindest der Sekundenstrecke der gefahrenen Geschwindigkeit entsprechen (also bei 50 km\/h mindestens ca. 14 m) bei Kolonnenfahrt auf Autobahnen und \u00fcber das vorausfahrende Fahrzeug hinaus nicht einsehbare Streckenf\u00fchrung ist nicht dieser Sekundenabstand aber in jedem wesentlichen zu gering.<\/li>\n<li><b>Vertikaldynamik<\/b> Hierunter versteht man Fahrzeugbewegungen wie Ein- und Ausfedern, Eintauchen (Nicken).<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definitionen zu Fahrman\u00f6ver Anpassbeschleunigung Kontrolliertes Beschleunigen, um z. 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