{"id":269,"date":"2016-06-18T10:55:24","date_gmt":"2016-06-18T08:55:24","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=269"},"modified":"2016-06-19T23:42:46","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:46","slug":"genauigkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=269","title":{"rendered":"Genauigkeit"},"content":{"rendered":"<h2>Genauigkeit von R\u00fcckrechnungen<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind alle Geschwindigkeitsr\u00fcckrechnungen der Unfallrekonstruktion deutlich Toleranz behaftet. Unfallanalytische Gutachten, die genaue Geschwindigkeitsangaben ohne Ber\u00fccksichtigung von Toleranzen beinhalten, sind deshalb mit Skepsis zu betrachten. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Sachverst\u00e4ndiger behauptet, ein Fahrzeug sei vor der Kollision mit einer exakt angegebenen Geschwindigkeit gefahren. Werden alle Eingangsgr\u00f6\u00dfen in die Berechnungen mit vertretbaren Toleranzen versehen, gelangt man zwangsl\u00e4ufig zu Geschwindigkeitsangaben mit einem oberen Grenzwert, also einer maximal denkbaren Geschwindigkeit und einem unteren Grenzwert mit einer minimal denkbaren Geschwindigkeit.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist es nicht zutreffend, dass mittels computerunterst\u00fctzter Berechnungsverfahren genauere Ergebnisse zu erzielen w\u00e4ren, als mit einem Taschenrechner oder auch durch manuelle Berechnungen. Die zurzeit auf dem Markt befindlichen Computerprogramme stellen recht grobe Vereinfachungen der tats\u00e4chlich vorhandenen fahrdynamischen und kollisionsmechanischen Verh\u00e4ltnisse dar. Auch in Zukunft wird sich hieran selbst bei einer Verfeinerung der Programme nichts \u00e4ndern, da die hierzu erforderlichen Eingangsgr\u00f6\u00dfen mit vertretbarem Aufwand nicht ermittelt werden k\u00f6nnen. Dies gilt auch f\u00fcr die sogenannten Simulationsprogramme, die mittels einer Vorw\u00e4rtsrechnung den Kollisionsvorgang nachstellen. Wendet man eine Simulationsrechnung dieser Art auf eine Fahrzeug\/Fahrzeug-Kollision an, ist es zwar problemlos m\u00f6glich, auf dem Bildschirm den tats\u00e4chlich vorliegenden Kollisionsvorgang einschlie\u00dflich der Auslaufbewegungen der Fahrzeuge nachzustellen. Die sich dabei ergebende L\u00f6sung entpuppt sich aber oftmals als Scheinl\u00f6sung oder die tats\u00e4chlichen Toleranzen bei der Berechnung sind viel gr\u00f6\u00dfer, als in der L\u00f6sung angegeben.<\/p>\n<p>Der Anwender und insbesondere der technische Laie erkennt diese Gefahren im Allgemeinen nicht. Er l\u00e4sst sich von der \u00e4u\u00dferen Verpackung der Programme beeindrucken, die eine sehr hohe Pr\u00e4zision der Berechnungsverfahren vorgaukeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genauigkeit von R\u00fcckrechnungen Grunds\u00e4tzlich sind alle Geschwindigkeitsr\u00fcckrechnungen der Unfallrekonstruktion deutlich Toleranz behaftet. Unfallanalytische Gutachten, die genaue Geschwindigkeitsangaben ohne Ber\u00fccksichtigung von Toleranzen beinhalten, sind deshalb mit Skepsis zu betrachten. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Sachverst\u00e4ndiger behauptet, ein Fahrzeug sei vor der Kollision mit einer exakt angegebenen Geschwindigkeit gefahren. Werden alle Eingangsgr\u00f6\u00dfen in die Berechnungen mit &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link block-button\" href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=269\">Weiter lesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":245,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-twocolumnsright.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-269","page","type-page","status-publish","hentry","nodate"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=269"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":270,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/269\/revisions\/270"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/245"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}