{"id":281,"date":"2016-06-18T11:05:51","date_gmt":"2016-06-18T09:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=281"},"modified":"2016-06-19T23:42:47","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:47","slug":"hws","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=281","title":{"rendered":"HWS"},"content":{"rendered":"<h2><b>Spezialthema HWS (Halswirbelschleudertrauma)<br \/>\n<\/b><\/h2>\n<p>Weltweit verzeichnen die Versicherungen und auch die Gerichte eine starke Zunah<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-283 alignright\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/HWS_1.jpg\" alt=\"HWS_1\" width=\"170\" height=\"130\" \/>me an Streitf\u00e4llen zu Weichteilverletzungen im Bereich der Wirbels\u00e4ule. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass es eindeutige medizinische Befunde (z. B. Fraktur, Ruptur) nicht gibt. Meist hei\u00dft die umstrittene Diagnose:<br \/>\nSchleudertrauma, Distorsion der HWS<br \/>\nDer Sicherheitsstandard der Kraftfahrzeuge wird immer besser, die Automobilindustrie arbeitet st\u00e4ndig an der Optimierung des Insassenschutzes. Die Fahrzeugsicherheit, ausgedr\u00fcckt in Sternen, ist heute ein wesentliches Verkaufsargument. Gleichwohl nehmen behauptete HWS-Verletzungen bei sogenannten Bagatellkollisionen signifikant zu.<\/p>\n<p>Den einf\u00fchrenden Artikel zu diesem Thema k\u00f6nnen Sie gerne downloaden: <a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/HWS-Artikel.pdf\">hier Sonderdruck laden<\/a>. Es handelt sich um einen Sonderdruck, den der Springer-Verlag freundlicherweise zum Download freigegeben hat (M. Weber: Unfallanalyse und Biomechanik &#8211; Zur Bedeutung unfallanalytischer Gutachten f\u00fcr die medizinische HWS-Artikel Einsch\u00e4tzung der Schwere von Wirbels\u00e4ulenverletzungen).<\/p>\n<p>Seit 1993 f\u00fchren wir Crash-Versuche durch, bei denen auch Freiwillige teilnehmen. Dabei wurde die Ansto\u00dfgeschwindigkeit und damit auch die Belastung in den letzten Jahren vorsichtig erh\u00f6ht. Aus ethischen Gr\u00fcnden werden aber Belastungsh\u00f6hen, die einer Kollisionsbedingten Geschwindigkeits\u00e4nderung von 15 km\/h entsprechen, nicht \u00fcberschritten. Bisher sind jedoch trotz vieler hundert Versuche keine Verletzungen der Probanden festgestellt worden.<br \/>\nIn 1997 wurde zu diesem Thema eine Studie ver\u00f6ffentlicht, die sich sehr intensiv mit den Verletzungsm\u00f6glichkeiten der Halswirbels\u00e4ule bei Auffahrkollisionen besch\u00e4ftigt. Sie basiert auf Freiwilligenversuchen unter medizinischer Aufsicht, bei denen Auffahrkollisionen mit Kraftfahrzeugen unter realistischen Bedingungen nachgestellt wurden. Diese Studie hat international gro\u00dfe Beachtung erfahren, u.a. wurde sie mit dem europ\u00e4ischen Preis f\u00fcr Wirbels\u00e4ulenforschung, dem AcroMed-Preis &#8217;97 ausgezeichnet.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren wurden auf der Crash-Anlage weitere Versuche mit Freiwilligen durchgef\u00fchrt, bei denen vorgelagerte Sitzpositonen, Seitendrehung des Kopfes und seitliche Anst\u00f6\u00dfe an Fahrzeugen untersucht und die dabei auftretenden biomechanischen Belastungen gemessen werden. Auch hier zeigt sich, da\u00df h\u00e4ufig bei leichten Verkehrsunf\u00e4llen die auftretende Belastung keinesfalls ausreichen kann, um aus biomechanischer Sicht Verletzungen hervorzurufen.<\/p>\n<p>Seit vielen Jahren messen wir auch Belastungen an der HWS im Allltag durch. Die Ergebnisse der Beschleunigungssignale zeigen, da\u00df normale T\u00e4tigkeiten zu k\u00f6rperlichen Belastungen f\u00fchren, die teilweise noch h\u00f6her liegen als diejenigen, die bei Bagatellkollisionen mit der gleichen Versuchsanordnung gemessen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spezialthema HWS (Halswirbelschleudertrauma) Weltweit verzeichnen die Versicherungen und auch die Gerichte eine starke Zunahme an Streitf\u00e4llen zu Weichteilverletzungen im Bereich der Wirbels\u00e4ule. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass es eindeutige medizinische Befunde (z. B. Fraktur, Ruptur) nicht gibt. 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