{"id":337,"date":"2016-06-18T11:41:01","date_gmt":"2016-06-18T09:41:01","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=337"},"modified":"2016-06-19T23:42:47","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:47","slug":"definitionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=337","title":{"rendered":"Definitionen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><b>Airbag<\/b>: Luftsack, passives R\u00fcckhaltesystem, das mittels eines Sensors bei Kollisionsverz\u00f6ge\u00adrung ausgel\u00f6st wird. F\u00fcllzeit beim Fahrer 30 bis 35 ms, beim Beifahrer 50 ms.<\/li>\n<li><b>Automatikgurt<\/b>: Ein Sicherheitsgurt, der sich automatisch auf- und abrollt. Bei einem ruckartigen Abrollen blockiert der Gurt durch eine spezielle Mechanik, damit wird beim Unfall ein weiteres Aufrollen verhindert.<\/li>\n<li><b>Belastungskriterien<\/b>: Gr\u00f6\u00dfen zur Beschreibung der in einem Unfall auftretenden Belastungen des Insassen, wie z. B. Beschleunigungen, Kr\u00e4fte oder Beschleunigungs-Zeit-Berechnungen.<\/li>\n<li><b>Geschwindigkeitsaenderung oder delta-v<\/b>: Oft auch als kollisionsbedingte Geschwindigkeits\u00e4nderung bezeichnet. Sie beschreibt die Zustandsver\u00e4nderung zwischen dem Zustand vor und nach der Kollision und stellt eine wesentliche Beschreibungsgr\u00f6\u00dfe der biomechanischen Insassenbelastung dar.<\/li>\n<li><b>Gurtbandbeschaedigung<\/b>: Aufrauung oder Zerrei\u00dfung des Gurtbandes, bei starken Kollisionen sind die Gurtbandbesch\u00e4digungen ein Indikator f\u00fcr das Tragen des Sicherheitsgurtes zum Ansto\u00dfzeitpunkt.<\/li>\n<li><b>Gurtbandlage<\/b>: Position des Gurtbandes nach einem Unfall (aufgerollt, festgeschossen, ausgezogen, verdreht, arretiert, unter Spannung)<\/li>\n<li><b>Gurtgeometrie<\/b>: Anordnung des Gurtsystems im Fahrzeug, die wichtigsten Punkte sind die Gurtbefestigungen und Umlenkpunkte.<\/li>\n<li><b>Gurtkraft<\/b>: Die bei der Kollision in L\u00e4ngsrichtung des Gurtbandes wirkende Kraft.<\/li>\n<li><b>Gurtlose<\/b>: Aus Komfortgr\u00fcnden liegt der Gurt nicht straff am K\u00f6rper des Insassen an. Bei einer Kollision kommt es deshalb zu einer Vorverlagerung, bevor \u00fcberhaupt wesentliche R\u00fcckhaltekr\u00e4fte \u00fcber den Gurt ausge\u00fcbt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Gurtmarke<\/b>: Druckspur an den Umlaufbeschl\u00e4gen in Form von Aufrauhungen oder Antragungen, Indikator f\u00fcr das Tragen des Sicherheitsgurtes.<\/li>\n<li><b>Gurtspur<\/b>: Spuren an Fahrzeugteilen, am K\u00f6rper oder an der Kleidung eines Insassen als Unfall\u00adfolge bei angelegtem Sicherheitsgurt.<\/li>\n<li><b>Gurtverlauf<\/b>: Lage des Gurtbandes auf dem K\u00f6rper des Insassen. Der Gurtverlauf wird nicht nur durch die Gurtgeometrie, sondern auch durch die Sitzposition und die individuelle Anlegegewohnheiten beeinflusst. Der Gurtverlauf kann sich, insbesondere bei hohen kollisionsbedingten Geschwindigkeits\u00e4nderungen durch Insassenverlagerung noch ver\u00e4ndern.<\/li>\n<li><b>Innere Sicherheit<\/b>: Summe aller Ma\u00dfnahmen zur passiven Sicherheit des Fahrzeuginsassen.<\/li>\n<li><b>Intrusion<\/b>: Eindringen von Fahrzeugteilen in den Fahrgastinnenraum w\u00e4hrend der Kollision<\/li>\n<li><b>Kopfstuetze<\/b>: Vorrichtung an einem Fahrzeugsitz, mit der ein \u00dcberstrecken der Halswirbels\u00e4ule bei einem von hinten oder seitlich von hinten erfolgendem Anprall verhindert werden soll.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><b>Massentraegheit<\/b>: Beharrungsverm\u00f6gen der stillstehenden Masse im Stillstand, der bewegten Masse in Bewegung. Die Massentr\u00e4gheit eines Fahrzeugs wirkt sich bei einer von au\u00dfen einwirkenden Kollisionskraft erheblich auf die Richtungs\u00e4nderung des Fahrzeuges aus. Kennt man beispielsweise die Sch\u00e4digungen aus einer Streifkollision, sind auch R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Kollisionskr\u00e4fte m\u00f6glich. Bei gleiche Deformationen nimmt die Fahrzeugablenkung deshalb mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit aufgrund der Massentr\u00e4gheit ab. Je gr\u00f6\u00dfer also die Kollisionsgeschwindigkeit eines Fahrzeuges, desto geringer die Beeinflussung in der Bewegungsrichtung und damit auch die Verletzungsgefahr. Dies gilt nat\u00fcrlich nur solange, wie von einer konstanten \u00e4u\u00dferen St\u00f6rkraft ausgegangen wird.<\/li>\n<li><b>Overload<\/b>: Zus\u00e4tzlich \u00fcber die R\u00fcckenlehne erfolgende Belastung eines angeschnallten Insassen durch hinten befindliche Insassen oder Teile der Ladung bei einer Frontalkollision.<\/li>\n<li><b>Passive Sicherheit<\/b>: Summe aller Fahrzeugeigenschaften zur Verminderung der Folgen eines stattfindenden Unfalls.<\/li>\n<li><b>Pruefschlitten-Aufprallversuche<\/b>: Auf einem Pr\u00fcfschlitten montierte Fahrzeugteile werden einem definierten Beschleu\u00adnigungsverlauf unterworfen. Damit werden beispielsweise Gurtversuche mit Dummies durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<li><b>Submarining<\/b>: Bei Frontalkollisionen kann es bei ung\u00fcnstigen konstruktiven Gegebenheiten zu einem ausgepr\u00e4gten Untertauchen des angeschnallten Insassen kommen. Der R\u00fcckhalteeffekt des Gurtes wird dadurch verringert und es kann zu Kontaktverletzungen der Beine kommen.<\/li>\n<li><b>Vorverlagerung<\/b>: Vorw\u00e4rtsbewegung eines Insassen im Fahrzeug bei einer Frontalkollision.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Airbag: Luftsack, passives R\u00fcckhaltesystem, das mittels eines Sensors bei Kollisionsverz\u00f6ge\u00adrung ausgel\u00f6st wird. F\u00fcllzeit beim Fahrer 30 bis 35 ms, beim Beifahrer 50 ms. Automatikgurt: Ein Sicherheitsgurt, der sich automatisch auf- und abrollt. Bei einem ruckartigen Abrollen blockiert der Gurt durch eine spezielle Mechanik, damit wird beim Unfall ein weiteres Aufrollen verhindert. 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