{"id":369,"date":"2016-06-18T11:57:36","date_gmt":"2016-06-18T09:57:36","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=369"},"modified":"2016-06-19T23:42:47","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:47","slug":"ees-verfahren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=369","title":{"rendered":"EES-Verfahren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die analytische Verkn\u00fcpfung der drei Sto\u00dfgesetzte (Impulssatz, Energiesatz und Drallsatz) erfolgt in der sogenannten EES &#8211; Unfallrekonstruktionsmethode oder auch EES-Verfahren genannt (Burg\/Zeidler, Der Verkehrsunfall 18 (1980), S. 75 \u2013 78). Durch Verkn\u00fcpfung der drei Erhaltungss\u00e4tze erh\u00e4lt man eine Bestimmungsgleichung f\u00fcr die Kollisionsgeschwindigkeit eines Fahrzeuges und au\u00dferdem auch f\u00fcr die Sto\u00dfeingangsrichtung dieses Fahrzeuges. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass mittels eines programmierbaren Taschenrechners sehr schnell eine L\u00f6sung erarbeitet werden kann. Der grunds\u00e4tzlich Nachteil ist jedoch, dass es bez\u00fcglich einer Variation verschiedener Eingangsparameter wenig transparent ist. Bei jedem Rechengang ergibt sich eine Einzell\u00f6sung aus dem gesamten L\u00f6sungsfeld. Es ist aber schwierig, die Grenzen des L\u00f6sungsfeldes und damit auch die obere und untere Geschwindigkeitsgrenze bei Variation mehrerer Eingangsparameter zu erfassen.<\/p>\n<p>Bei allen Berechnungsverfahren, die auf dem Energiesatz basieren, haben die EES &#8211; Werte einen starken Einfluss auf die Kollisionsgeschwindigkeit. Die Eingrenzung dieser EES &#8211; Werte ist problematisch und stellt die h\u00e4ufigste Fehlerquelle bei Geschwindigkeitsberechnungen dar. Grunds\u00e4tzlich sollten in Gutachten Angaben zu den EES &#8211; Werten durch Versuche untermauert werden. Liegt kein Versuchsmaterial vor, sind gr\u00f6\u00dfere Toleranzen bei einer Angabe zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Die zweite, entscheidende Eingangsgr\u00f6\u00dfe, die die berechnete Geschwindigkeit stark beeinflusst, sind die Auslaufgeschwindigkeiten und die Auslaufrichtungen. Beide Gr\u00f6\u00dfen sind grunds\u00e4tzlich toleranzbehaftet. Nur wenn feststeht, dass ein Fahrzeug nach der Kollision noch blockiergebremst gewesen ist, lassen sich geringe Toleranzen<\/p>\n<p>bei der Auslaufgeschwindigkeit angeben. Bei nicht feststehenden Verz\u00f6gerungsbedingungen im Auslauf m\u00fcssen gro\u00dfe Toleranzen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Unter der EES-Rekonstruktionsmethode versteht man ein auf dem EES-Verfahren aufbauendes Computerprogramm, bei dem entweder mit der Kombination aus Energie- und Impulssatz oder nur mit dem Impulssatz gerechnet werden kann. Der Vorteil dieses Verfahrens ist die leichte Anwendbarkeit. Nachteilig wirkt sich aus, dass, wie bei den meisten rechnerischen Konstruktionsverfahren nur eine einzig L\u00f6sung erscheint. Eine Variation mehrerer Eingangsparameter zur Bestimmung eines L\u00f6sungsfeldes ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die analytische Verkn\u00fcpfung der drei Sto\u00dfgesetzte (Impulssatz, Energiesatz und Drallsatz) erfolgt in der sogenannten EES &#8211; Unfallrekonstruktionsmethode oder auch EES-Verfahren genannt (Burg\/Zeidler, Der Verkehrsunfall 18 (1980), S. 75 \u2013 78). Durch Verkn\u00fcpfung der drei Erhaltungss\u00e4tze erh\u00e4lt man eine Bestimmungsgleichung f\u00fcr die Kollisionsgeschwindigkeit eines Fahrzeuges und au\u00dferdem auch f\u00fcr die Sto\u00dfeingangsrichtung dieses Fahrzeuges. 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