{"id":454,"date":"2016-06-18T12:53:16","date_gmt":"2016-06-18T10:53:16","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=454"},"modified":"2016-06-19T23:42:47","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:47","slug":"poliscan","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=454","title":{"rendered":"Poliscan"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">Funktionsweise<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Moderne Geschwindigkeits\u00fcberwachung erfolgt mit weitgehend automatisierten Systemen, die den Messposten beim eigentlichen Messvorgang \u00fcberfl\u00fcssig machen. Er richtet die Anlage nur noch ein und \u00fcberwacht den Ablauf. Nicht zuletzt deshalb erfreut sich das Geschwindigkeitsmesssystem \u201ePoliScan-Speed\u201c der Firma Vitronic gro\u00dfer Beliebtheit. Aufgrund des sehr komplexen Aufbaus wird der Funktionsweise ein umfangreicher Beitrag gewidmet.<br \/>\nBei diesem System wird die Messeinheit neben der Stra\u00dfe aufgestellt. Die Messeinheit enth\u00e4lt das eigentliche Messsystem \u201eLidar\u201c, zwei hochaufl\u00f6sende Digitalkameras, den Auswerterechner und eine LCD-Anzeige an der R\u00fcckseite. Weiterhin ist ein externer Rotlichtblitz zur Aufhellung im Moment der Bilddokumentation des Versto\u00dfes angeschlossen. Die Messeinheit und der Blitz werden in der mobilen Variante \u00fcber zwei voneinander unabh\u00e4ngige 12 V-Akkumulatoren betrieben.<br \/>\nDas Foto zeigt ein solches Messsystem mit dem separaten Blitz. Oben auf dem Geh\u00e4use sind unter einem abnehmbaren Schutzdeckel zwei Kameras sowie ein Zielfernrohr montiert. Die Kameras sind mit Siegelmarken versehen, um eine Dejustage ggf. zu dokumentieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-455 aligncenter\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_10.jpg\" alt=\"Polizeimessungen_10\" width=\"500\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_10.jpg 500w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_10-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>LIDAR steht dabei f\u00fcr \u201eLight Detection And Ranging, also Lichtempfang und Entfernungsbestimmung. Die Geschwindigkeitsmessung beruht auf einer Laserpuls-Laufzeitmessung.<br \/>\nVom Messkopf wird ein kurzer Laserpuls ausgesendet. Der Strahl wird nach der Reflektion an einem Objektpunkt vom Empf\u00e4nger der Messeinheit detektiert und ausgewertet. Aus der Signallaufzeit vom Sender zum Objektpunkt und wieder zur\u00fcck berechnet sich die Distanz zwischen Messkopf und dem Bereich, an dem der Messstrahl aufgetroffen ist. Beim System PoliScan-Speed wird ein scannendes Lidar eingesetzt, d.h. der Laserstrahl wird \u00fcber einen rotierenden Spiegel zu definierten Zeitpunkten in definierte Richtungen gelenkt. Durch eine Aussendung von insgesamt 158 einzelnen Messstrahlen nacheinander in gleichen definierten Winkelabst\u00e4nden wird ein Bereich von 45\u00b0 vor dem Messger\u00e4t nacheinander abgetastet (engl. scannen). \u00dcber die Laufzeiten des reflektierten Lichts l\u00e4sst sich die Entfernung aller angemessenen Bereiche vom Messkopf zum jeweiligen Zeitpunkt berechnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-456 aligncenter\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_9.jpg\" alt=\"Polizeimessungen_9\" width=\"500\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_9.jpg 500w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Polizeimessungen_9-280x300.jpg 280w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Prinzipskizze verdeutlicht den Scanbereich. Vom Lidar wird der Bereich vor dem Messger\u00e4t in einer Entfernung zwischen rund 10 und 75 m abgetastet. Der Messstrahl reicht also noch weiter als in der Skizze angedeutet. Der eigentliche Messbereich liegt zwischen 20 und 50 m vor dem Messger\u00e4t.<br \/>\nDas Ger\u00e4t scannt den gesamten 45\u00b0-Bereich 100-mal in der Sekunde ab. Die Distanz zwischen Messger\u00e4t und ortsfesten Punkten bleibt konstant. Dahingegen ver\u00e4ndert sich die Distanz zwischen einem bewegten angestrahlten Bereich und dem Messger\u00e4t mit der Zeit, wenn sich das Objekt bewegt. Durch die Scanrate von 100 Hz wird der Bereich vor dem Sensor 100-mal in der Sekunde erfasst. Die eingebaute Software wertet die gewonnenen einzelnen Entfernungsmessdaten aus.<br \/>\nGeschwindigkeitsmessung bedeutet bei diesem Ger\u00e4t also das Verfolgen eines Objektes mittels der ger\u00e4teinternen Software in der Summe der gewonnenen Messpunkte. Aus der zeitaufgel\u00f6sten Verfolgung (engl. tracking) ergibt sich die momentane Bewegungsgeschwindigkeit des Objektes. Wenn die Geschwindigkeit \u00fcber dem eingestellten Grenzwert liegt und eine gewisse Kontinuit\u00e4t und Gleichm\u00e4\u00dfigkeit in der Bewegungsgeschwindigkeit festgestellt wird, so beurteilt die ger\u00e4teinterne Software die Auswertung als eine g\u00fcltige Messung. Die Auswertelogik kann dabei bis zu drei Fahrstreifen nebeneinander und auch mehrere hintereinander auf einem Fahrstreifen fahrende Fahrzeuge gleichzeitig verarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funktionsweise Moderne Geschwindigkeits\u00fcberwachung erfolgt mit weitgehend automatisierten Systemen, die den Messposten beim eigentlichen Messvorgang \u00fcberfl\u00fcssig machen. Er richtet die Anlage nur noch ein und \u00fcberwacht den Ablauf. Nicht zuletzt deshalb erfreut sich das Geschwindigkeitsmesssystem \u201ePoliScan-Speed\u201c der Firma Vitronic gro\u00dfer Beliebtheit. Aufgrund des sehr komplexen Aufbaus wird der Funktionsweise ein umfangreicher Beitrag gewidmet. 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