{"id":470,"date":"2016-06-18T12:57:54","date_gmt":"2016-06-18T10:57:54","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=470"},"modified":"2016-06-19T23:42:47","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:47","slug":"abwehrreaktion","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=470","title":{"rendered":"Abwehrreaktion"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Zur Vermeidung eines Zusammensto\u00dfes mit einem pl\u00f6tzlich auftauchenden Objekt f\u00fchrt ein Kraftfahrer in aller Regel eine maximale Abbremsung eines Fahrzeuges durch, sofern ihm vor der Kollision hierzu ausreichend Zeit verbleibt.Bei pl\u00f6tzlich auftauchenden Gefahren verlaufen derartige Abwehrhandlungen automatisiert, da sie durch die t\u00e4gliche Fahrpraxis antrainiert sind. Je eindeutiger das Gefahrensignal identifiziert wird, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Abwehrhandlung vergleichbar abl\u00e4uft. So wird z.B. bei einem von rechts nach links die Fahrbahn \u00fcberquerenden Fu\u00dfg\u00e4nger jeder routinierte Kraftfahrer unverz\u00fcglich bremsen und etwa zeitgleich versuchen, auszuweichen. Er wird zum Ausweichen dorthin steuern, wo sich zum Zeitpunkt des Gefahreneintritts eine L\u00fccke im Verkehrsraum bietet. Es kommt also zu einer Reaktion, die anschaulich als Abwehrreaktion \u201evon der Gefahr weg\u201c bezeichnet wird.<\/p>\n<p>In der Bildsequenz Rubrik &#8222;Ausweichen&#8220; ist ein Beispiel f\u00fcr einen solchen, im Automatismus stattfindenden Ausweichvorgang vorgestellt.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig wird bei Auswecihvorg\u00e4nger, die nicht zur Vermeidung des Unfalls f\u00fchren, von Rechtsanw\u00e4lten argumentiert, dass der Ansto\u00df vom Autofahrer deshalb verschuldet wurde, weil er den Ausweichvorgang durchgef\u00fchrt hat. Hieraus kann im Regelfall aber keine Vermeidbarkeitsm\u00f6glichkeit konstruiert werden, da das weitere Verhalten des Vorfahrtsverletzenden f\u00fcr den Bevorrechtigten nicht vorhersehbar ist.<\/p>\n<p>Eine Ausweichlenkung \u201evon der Gefahr weg\u201c unterbleibt, wenn \u00fcberhaupt keine L\u00fccke im Verkehrsraum vorhanden ist oder aber sich gleichzeitig noch Gegenverkehr n\u00e4hert, durch den die L\u00fccke versperrt ist. Oftmals entf\u00e4llt bei nicht mit ABS ausgestatteten Fahrzeugen die Ausweichbewegung, da der Fahrer sein Fahrzeug bereits bei Beginn der Lenkbewegung mit blockierten R\u00e4dern abbremst. Die R\u00e4der werden durch die Vollbremsung sozusagen funktionsunt\u00fcchtig. Sie k\u00f6nnten genauso gut durch unter dem Fahrzeug montierte Gummibl\u00f6cke ersetzt werden. Mit blockierten R\u00e4dern wird das Fahrzeug deshalb lenkunt\u00fcchtig; es rutscht in die vor der Vollbremsung eingeschlagenen Richtung weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Vermeidung eines Zusammensto\u00dfes mit einem pl\u00f6tzlich auftauchenden Objekt f\u00fchrt ein Kraftfahrer in aller Regel eine maximale Abbremsung eines Fahrzeuges durch, sofern ihm vor der Kollision hierzu ausreichend Zeit verbleibt.Bei pl\u00f6tzlich auftauchenden Gefahren verlaufen derartige Abwehrhandlungen automatisiert, da sie durch die t\u00e4gliche Fahrpraxis antrainiert sind. Je eindeutiger das Gefahrensignal identifiziert wird, desto gr\u00f6\u00dfer ist die &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link block-button\" href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=470\">Weiter lesen &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":459,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-twocolumnsright.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-470","page","type-page","status-publish","hentry","nodate"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=470"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":471,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/470\/revisions\/471"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/459"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}