{"id":549,"date":"2016-06-18T13:43:03","date_gmt":"2016-06-18T11:43:03","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=549"},"modified":"2016-06-19T23:42:48","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:48","slug":"drift-und-schleuderspur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=549","title":{"rendered":"Drift- und Schleuderspur"},"content":{"rendered":"<p><b>Driftspur:<\/b><br \/>\nVon einer Driftspurzeichnung spricht man, wenn die Bogenfahrt gerade noch kontrolliert im Bereich der maximalen Querbeschleunigung abl\u00e4uft. Dabei hat das Fahrzeug nicht mehr eine normale Ausrichtung tangential zum Fahrbogen, sondern steht bereits leicht schr\u00e4g. Kommt es in diesem Grenzbereich zu einer weiteren Schr\u00e4gstellung des Fahrzeuges, dann l\u00e4sst sich die Bogenfahrt nicht mehr kontrollieren. Es entstehen Schleuderspuren des schr\u00e4g zu seiner Bewegungsrichtung rutschenden Fahrzeug<\/p>\n<p><b>Schleuderbogen:<\/b><br \/>\nBei einem Schleudervorgang hinterl\u00e4sst auch ein mit ABS-System ausger\u00fcstetes Fahrzeug auf einer trockenen oder feuchten Fahrbahnoberfl\u00e4che Schleuderspuren. Aus der Kr\u00fcmmung des Schleuderbogens lassen sich auch Aussagen zur Schleudergeschwindigkeit treffen, da bei h\u00f6heren Geschwindigkeiten keine engen Schleuderb\u00f6gen mehr gefahren werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-550 aligncenter\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_10.jpg\" alt=\"Spurenlesen_10\" width=\"600\" height=\"421\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_10.jpg 600w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_10-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><b>Geschwindigkeitermittlung aus Schleuderspuren:<\/b><br \/>\nDie Ausgangsgeschwindigkeit eines schleudernden Fahrzeuges l\u00e4sst sich in grober N\u00e4herung aus dem Spurenbild ermitteln. Bei einem ungebremsten, schleudernden Fahrzeug liegt der in der Skizze dargestellte schematische Verlauf vor. Nach dem \u00dcberschreiten der Kurvengrenzgeschwindigkeit ger\u00e4t das Fahrzeug zun\u00e4chst in einen Driftzustand. Nach dem Durchfahren dieses Driftzustandes beginnt der Schleudervorgang und aufgrund der Achslastverlagerungen beim Schleudern kommt es zu einer deutlichen Spurzeichnung der belasteten Radseite. Fahrdynamisch h\u00e4ngt der in der Abbildung eingezeichnete Radius des Schleuderbogens von der Geschwindigkeit ab. Je gr\u00f6\u00dfer die Ausgangsgeschwindigkeit, desto gr\u00f6\u00dfer ist dieser Schleuderradius am Anfang des Schleudervorganges. Hieraus kann eine Eingrenzung der Ausgangsgeschwindigkeit erfolgen, sofern sichergestellt ist, dass der Fahrer nicht gleichzeitig noch eine Abwehrbremsung durchf\u00fchrte. Ob das Fahrzeug gebremst wurde oder nicht, l\u00e4sst sich nur dann entscheiden, wenn das Spurenbild des Schleudervorganges genau ausgewertet wird. Ein freirollendes Rad hinterl\u00e4sst bei einem Schleudervorgang andere Spuren, als ein teilverz\u00f6gertes oder gar blockiertes Rad.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Driftspur: Von einer Driftspurzeichnung spricht man, wenn die Bogenfahrt gerade noch kontrolliert im Bereich der maximalen Querbeschleunigung abl\u00e4uft. Dabei hat das Fahrzeug nicht mehr eine normale Ausrichtung tangential zum Fahrbogen, sondern steht bereits leicht schr\u00e4g. Kommt es in diesem Grenzbereich zu einer weiteren Schr\u00e4gstellung des Fahrzeuges, dann l\u00e4sst sich die Bogenfahrt nicht mehr kontrollieren. 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