{"id":562,"date":"2016-06-18T13:50:46","date_gmt":"2016-06-18T11:50:46","guid":{"rendered":"http:\/\/uf.fsar.de\/?page_id=562"},"modified":"2016-06-19T23:42:48","modified_gmt":"2016-06-19T21:42:48","slug":"radandrehspuren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/?page_id=562","title":{"rendered":"Radandrehspuren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Liegen an Pkw-Seitenfl\u00e4chen Schrammspuren von Felgen oder dunkle Antragspuren von Reifen vor, sind unter g\u00fcnstigen Voraussetzungen Aussagen zur Streifrichtung und in besonderen F\u00e4llen sogar zu den Relativgeschwindigkeiten der Fahrzeuge m\u00f6glich.<br \/>\nDie Abbildung zeigt zun\u00e4chst die prinzipiellen Zusammenh\u00e4nge bei Streifvorg\u00e4ngen von Fahrzeugr\u00e4dern bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Im oberen Fall ist das linke Vorderrad des vorbeistreifenden Fahrzeugs blockiert. Es kommt deshalb zu waagerecht verlaufenden Streifspuren des Rades am Fahrzeug. Verlaufen die Streifspuren dagegen bogenf\u00f6rmig, dann ist nicht von einem blockierten Rad auszugehen. Dabei k\u00f6nnen mehrere F\u00e4lle unterschieden werden. Verlaufen die Spuren, bezogen auf das gestreifte Fahrzeug, schr\u00e4g nach vorne, dann war das vorbeistreifende Fahrzeug, auf der Abbildung also der abgebildete VW K\u00e4fer, schneller. Verlaufen sie bogenf\u00f6rmig schr\u00e4g nach unten, dann war das gestreifte Fahrzeug, also der Audi 100 schneller.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-563 aligncenter\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_11.jpg\" alt=\"Spurenlesen_11\" width=\"618\" height=\"775\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_11.jpg 618w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_11-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>Auf den beiden Tafeln sind die mathematischen Zusammenh\u00e4nge f\u00fcr die Entstehung von Radstreifspuren entwickelt. Die Bewegungslinie, die ein Punkt auf dem Radumfang des vorbeistreifenden Fahrzeugs an einer senkrechten Fl\u00e4che beschreibt, kann durch die angegebene Formel beschrieben werden. Dabei zeigt sich, dass bei frei drehenden R\u00e4dern die Spurausbildung nur vom Geschwindigkeitsverh\u00e4ltnis der Fahrzeuge abh\u00e4ngt. Sind beide Pkw etwa gleich schnell, wie es beispielsweise bei einer seitlichen Autobahnkollision infolge eines Spurwechsels vorstellbar ist, dann &#8222;fr\u00e4st&#8220; sich das Rad f\u00f6rmlich in die Seitenwand des Pkw und hinterl\u00e4\u00dft dort einen kreisf\u00f6rmigen Abdruck.<br \/>\nDen weiteren Darstellungen auf den Tafeln l\u00e4sst sich anschaulich entnehmen, wie sich die Verh\u00e4ltnisse \u00e4ndern, wenn hiervon abweichende Geschwindigkeitskombinationen vorliegen. Je schneller das vorbeistreifende Fahrzeug sich an dem gestreiften entlangbewegt, desto mehr n\u00e4hern sich die Streifspuren einem zykloidischen Verlauf an. Steht das gestreifte Fahrzeug, dann bilden sich an der Seitenwand Ausschnitte einer Zykloide (Rollkurve) ab. Ist umgekehrt das gestreifte Fahrzeug schneller, dann kommt es zu horizontal gespiegelten Verl\u00e4ufen. Interessanterweise stellt sich ein gespiegelter zykloidischer Verlauf gerade dann ein, wenn das vorbeistreifende Fahrzeug halb so schnell f\u00e4hrt wie das seitlich gestreifte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-566 alignnone\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_14.jpg\" alt=\"Spurenlesen_14\" width=\"440\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_14.jpg 719w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_14-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-567 alignnone\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_15.jpg\" alt=\"Spurenlesen_15\" width=\"440\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_15.jpg 719w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_15-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Praxis wird man derart klare Anstreifspuren an den Seiten von Kraftfahrzeugen wohl kaum vorfinden. Dies liegt zum einen daran, dass aufgrund der gew\u00f6lbten Seitenfl\u00e4che die Anstreifintensit\u00e4t unterschiedlich stark ist. Zudem setzen die Streifspuren aufgrund der im Schwellerbereich vorliegenden Bodenfreiheiten erst in einer H\u00f6he von 30 cm ein. Dennoch geben die Tafeln E brauchbare Anregungen zur Auswertung von Anstreifspuren an Fahrzeugen. Bei der Fotodokumentation sollten deshalb derartige Spurenbilder in Zukunft mehr beachtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-568\" src=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_16.jpg\" alt=\"Spurenlesen_16\" width=\"473\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_16.jpg 473w, https:\/\/unfallanalyse.hamburg\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Spurenlesen_16-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liegen an Pkw-Seitenfl\u00e4chen Schrammspuren von Felgen oder dunkle Antragspuren von Reifen vor, sind unter g\u00fcnstigen Voraussetzungen Aussagen zur Streifrichtung und in besonderen F\u00e4llen sogar zu den Relativgeschwindigkeiten der Fahrzeuge m\u00f6glich. 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